Ob Kurzhaar-, Rauhaar- oder Langhaardackel – allen gemeinsam ist, dass sie durchaus ihren „eigenen Kopf“ haben und wegen ihrer Größe gerne unterschätzt werden.
Grundsätzlich gibt es von jeder Haarform drei Größen: Standard-, Zwerg- und Kaninchenteckel. Letzterer wird so genannt, weil er durch seine geringe Größe sogar in Kaninchenbauten kriechen kann.
Doch trotz seiner geringen Größe hat der Dackel die gleichen Bedürfnisse und Anlagen wie andere Hunde auch. Durch seinen enormen Mut überschätzt er selbst gerne seine körperlichen Voraussetzungen. Das ist wichtig zu wissen, wenn man sich einen Dackel ins Haus holen will.
Denn gerade Dackel können von der „Dackellähme“ besonders betroffen sein. Darunter versteht man zunächst allgemein das Gebiet der Rückenprobleme bei Hunden.
Der Dackel bringt aber durch den Körperbau und die frühere Zucht besondere Anlagen dafür mit. Die Züchter versuchen, dieses Problem durch besonderes Augenmerk bei der Auswahl zu lösen. Und doch kann Dackellähme vorkommen.
Die beste Vorsorge des Halters ist eine richtige und gesunde Ernährung. Gerade den Dackel zu überfüttern kann schwerwiegende Konsequenzen haben.
Das Tragen an vielen Treppen ist hilfreich, und aufgrund seiner Größe kann der Dackel bei weiten Wandertouren auch in Tasche, Bollerwagen oder sogar im Fahrradkorb Platz finden.
Familien sollten darauf achten, dass sie sich einen Hund aus einer weniger jagdlichen Zucht holen, dann ist die Dackelhaltung gerade mit Kindern einfacher. Vergessen darf man aber nie, dass der Dackel beschäftigt sein will – und auch gerne selbst dafür sorgt.
Diesen „Dickkopf“ muss man einfach mit Humor nehmen, denn gerade der Dackel steht dem Menschen besonders nah. Wenn er seinen „Dackelblick“ aufsetzt, dann werden Jung und Alt gerne schwach. Und so schreibt der Publizist Horst Stern denn auch: „In keiner Hundeseele menschelt es so wie in der Dackelseele.“
Wer sich einen Dackel ins Haus holen möchte, sollte sich über Wesen und Voraussetzungen dieser Rasse vorher genauestens informieren. Folgende Bücher können dabei hilfreich sein.
Uli Pförtner