Moritz, ein Münsterländer, lebt auf dem Land. Er bewacht Haus und Hof der Familie Behnen und hat eine heimliche Leidenschaft: das Traktorfahren! Bald steht die sogenannte „Gebrauchshundeprüfung“ an. Noch befindet er sich in der Ausbildung. Geübt wird dafür täglich. Moritz hat viele Freiheiten, kann sich frei bewegen, hat Familienanschluss, muss aber auch arbeiten: bewachen, Gehorsam üben, Spuren suchen.
Pedro hingegen, ein beagleähnlicher Mischling aus Spanien, führt ein cooles Leben. Denn er lebt auf einem Pferdehof in der Nähe von Köln und hütet den ganzen Tag begeistert die Pferde. Wenn er sich nicht gerade auf der Weide herumtreibt, begleitet er sein Herrchen, Günter Ploch. Der ist Hufschmied und täglich von Hof zu Hof unterwegs. Die Höfe kennt Pedro schon wie seine Westentasche, er wartet geduldig, bis die Arbeit getan ist, oder er geht auf Erkundungstour. Und er weiß auf jeden Fall genau, wo das Katzenfutter steht. Ein Traumleben!
Aber auch in der Stadt und an der Leine kann ein Hundeleben Spaß machen. Torsten K. und Maren P. leben mitten in Essen. Sie bewegen sich täglich mit ihren beiden Hunden Amok und Bonnie in der Stadt. Doch die haben keinen Stress. Die Hunde lassen sich gut an der Leine führen, und sie geben zur Sicherheit an jedem Bürgersteig das Kommando „Sitz!“. Das haben Torsten und Maren seit dem Welpenalter eingeübt.
Die beiden Hunde Amok und Bonni warten vor einem Supermarkt; Rechte WDR (TV-Bild)Busfahren oder vor dem Supermarkt warten? Kein Problem: Bonnie und Amok sind superrelaxt, kein Leinenzerren, keine lauten Worte, keine Hektik. Das macht das Leben in der Stadt entspannt, für Hund und Herrn. Das kommt nicht von ungefähr.
Da ist ein Ausgleichprogramm gefragt: Mindestens einmal täglich schnappen sich Torsten und Maren ihre Hunde und ab geht es aufs Land: Bällchen spielen, Agility und Dogdisk. Entspannung pur für alle! Und das Geheimrezept: Sind die Hunde ausgelastet, verhalten sie sich in der Stadt und in der Wohnung viel entspannter.
Ein glückliches Hundeleben ist auch in der Stadt gut möglich. Voraussetzung allerdings ist, dass der Besitzer viel Zeit für sein Tier hat und ihm ausreichend artgemäßen Auslauf verschafft.
Sabine Coen