Habt auch ihr kleine Geschichten rund um den Vierbeiner? Bitte per Mail an mich
Nachdenkliches
Er dankt für das kleinste Stück
und schaut dich an beseelt.
Er spricht zu dir mit seinem Blick,
weil ihm die Sprache fehlt.
Erkenn den Wert, bevor's zu spät,
sei gut zu deinem Tier,
denn wenn dein Hund zu Grunde geht,
hält fast niemand mehr zu dir!
Schon manches Glas wurd hoch erhoben,
und lärmend tönt's aus manchem Mund,
der Freundschaft edles Tun zu loben,
doch schnell vergessen wird die Stund.
Bist du allein in deinem Schmerz,
wenn deine Freunde dir den Rücken dreh´n.
Wenn Einsamkeit beschleicht dein Herz,
und alle Lust des Lebens will vergeh´n.
Dann wird dich einer nicht vergessen,
er folgt bescheiden dir auf deinem Pfad.
Du wirst in seinen Augen lesen,
dass E R dein bester Kamerad.
Er wird bedenkenlos sein Leben für dich wagen,
bei dir zu sein ist seine Seligkeit.
Auch alles Leid wird still er mit dir tragen,
gibst du ihm nur ein bisschen Zärtlichkeit.
Und keinen Dank begehrt er für die Treue.
Er legt sein kleines Herz in deine Hand.
Beschämt durch seine Liebe dich stets aufs Neue,
und dieser wahre Freund wird HUND genannt.
Nun wollen wir einmal das Glas für IHN erheben.
Schenkt ihm euer Herz, nicht eure Gunst allein.
Er gibt dafür sein ganzes Leben,
drum soll er FREUND, nicht Sklave sein.
Ein kleiner Hund kam an der Regenbogen-Brücke an und ein
Rudel von Hunden
kam sofort zu ihm hingelaufen, um ihn zu begrüßen. Er war darauf gefasst,
dass er nun angegriffen würde, aber das war die erste Meute, die nur mit
dem Schwanz wedelten. Anstatt ihn zu beißen, küssten sie ihn einfach.
Es war wunderschön da und jeder war ganz lieb zu ihm. Keiner von ihnen
wurde in einer *Welpen-Fabrik* geboren, so wie er damals, und dann als
Kampfhund benutzt, um dann in der Gosse zu streben, weil er eine hässliche
Promenadenmischung war. Sie erklärten, dass sie auf ihre Herrchen warten
würden, die sie so geliebt hatten.
"Was IST Liebe?", fragte der kleine Hund und Gott lies ihn auf die Erde
zurückkehren um das herauszufinden.
Warm und dunkel, er wartete zusammengekauert mit den anderen darauf,
geboren zu werden. Ängstlich wartete er bis zu letzt, als er dann an den
Hinterfüssen herausgezogen wurde.
Unbehaarte Hände hielten ihn vorsichtig und trockneten ihn ab. Sie zeigten
ihm, wo es einen warmen Schluck mit warmer Milch gab. Er hatte nicht die
Kraft dazu, sich lange an der Zitze festzuhalten. Seine Brüder und
Schwestern waren weitaus kräftiger als er selbst und stießen ihn zur
Seite. Die Menschenhand drückte die anderen Welpen ein wenig zur Seite und
hielten seinen Körper, so konnte er trinken.
Aaaahhh .. so ist es besser!" dachte er und trank, bis er erschöpft war
und zusammengekuschelt bei seiner Mutter eingeschlafen ist. "Ich erinnere
mich genau daran " sagte er erfreut. "Zu dumm, dass ich erwachsen werden
musste und hinaus in die Kälte und Nässe musste um dort zu kämpfen und
als
Verliererhund sterben musste. Ich erinnere mich, was es heißt ein Hund zu
sein." dachte er traurig. Diese Nacht kroch er auf seine Mutter und
versuchte zu trinken, aber er fiel immer wieder zur Seite weg. Wenn die
anderen voll getrunken waren, dann wurde ihnen der Bauch geleckt und er
konnte nur noch die Restmilch trinken, die die anderen übrig gelassen
hatten.
Aber die Menschenhand war nicht da, die ihm geholfen hatte, dass er auch
noch was abbekommen hatte, die Zitzen waren immer schon leer, als er an
der Reihe war. Es war sogar schon schwer genug, dass er aufstehen konnte.
Er war noch so klein und schmächtig. Er fiel auf den Rücken und konnte
sich nicht mehr aufrichten. So begann er zu schreien.
Sofort kam ein Mensch herbeigeeilt und sofort war die Menschenhand wieder
da und dann gaben sie ihm einen Gumminippel in den Mund. Es hat nicht so
gut geschmeckt, wie die der Mutter, aber es war warm und vertrieb die
Schmerzen in seinem kleinen Magen. Er hatte Probleme mit dem Atmen, weil
seine Lungen nicht voll entwickelt waren. Er hatte einfach zu lange
gebraucht um den anderen in die Gebärmutter zu folgen als er die letzte
Chance von der Regenbogenbrücke genommen hatte.
Er konnte den Herzschlag des Menschen spüren, der ihn zugedeckt mit einem
warmen, weichen Tuch auf den Bauch genommen hatte. Das hielt seinen
knochigen Körper schön warm und die wiederkehrenden sanften
Streicheleinheiten haben ihn sehr beruhigt. Er dachte wieder an seinen
neuen Freund, der so lieb an der Regenbogenbrücke zu ihm war und Gott
fragte, ob er wohl nochmals zurück dürfte. Gott sagte : "Ja, aber nicht
jetzt. Du wolltest erleben, was Liebe ist." So wurde er für einige Stunden
( es kam ihm vor wie Tage aber er wusste ja nicht was Zeit ist und es war
ja auch dunkel), gaben ihm die Menschen seine Milcheinheiten und gaben ihm
die Wärme und Liebe seiner Mutter wieder.
Er wurde größer und agiler und der Mensch nahm ihn immer öfters aus dem
Nest um bei ihm zu schlafen so lange er liebkost und geküsst wurde und er
den Herzschlag hören konnte der fest und lieb klang.
Dann kam Gott und fragte ihn: "Bist du bereit zu uns auf die
Regenbogenbrücke zurück zu kommen?" "Ja antwortete er", mit einer kleinen
Wehmut, weil der Mensch ihn nicht gehen lassen wollte und zu weinen
begann. Er ließ die Luft aus seinen Lungen und ging zurück über die
Regenbogenbrücke. Dort schaute er auf den Menschen, der immer noch weinte
und seinen Körper in Händen hielt, den er sich für diesen Ausflug geborgt
hatte.
"Danke Gott," sagte er. "Liebe ist WUNDERBAR und nun werde ich auch an der
Regenbogenbrücke auf den Menschen warten, um ihr beim Eintreffen zu sagen,
dass ich sie auch geliebt habe."
Das Gespräch zwischen dem Hund und seinem Halter
“Hallo? Hallo! Haaalllooo!!”
Der Mensch schaut verwirrt um sich, da er doch allein mit seinem Hund zu Hause
ist.
Wieder: “Hallo! Hallo, so hörst du denn nicht Mensch?”
Mensch: “Ja, ich höre, wer spricht denn da?”
“Ich bin es, dreh dich doch mal um Mensch!”
Mensch: “Hund, bist du das?”
Hund: ,,Ja, ich bin es, warum hörst du nicht, wenn ich dich rufe?”
Mensch: “Aber, Hunde können doch nicht sprechen!”
Hund: “Doch können sie, ihr hört es nur einfach nicht.”
Mensch: “Hören? Ja, aber wie denn?”
Hund: “Wir schauen euch an und sprechen, wir geben euch die Pfoten, wir
legen unsere Ohren vor oder zurück und manchmal, aber auch nur wenn ihr uns
schlecht behandelt, zeigen wir auch die Zähne, nur ihr wollt uns einfach nicht
hören.”
Mensch: “Hund, wenn ich gewusst hätte das du sprechen kannst, hätte ich
dir doch zugehört.”
Hund: “Siehst du, Mensch. Du hast schon wieder nicht zugehört, ich habe
es dir doch soeben erklärt.”
Mensch: “Hund, du hast recht und ich verspreche dir Besserung.”
Hund: “Mensch, wir mussten auch eure Sprache lernen, ist es da zuviel
verlangt wenn wir von euch erwarten das ihr wenigstens versucht uns zu
verstehen?”
Mensch: “Nein Hund, du hast vollkommen recht. Aber das ich dich jetzt so
hören kann, hat das einen Grund?”
Hund: “Ja, das hat es in der Tat.”
Mensch: “Trage mir dein Anliegen vor!”
Hund: “Es geht darum was ihr Menschen mit uns tut.”
Mensch: “Was tun wir denn mit euch?”
Hund: “Ihr foltert uns!”
Mensch: Aber wieso das? Habe ich dich jemals schlecht behandelt? Habe ich
nicht immer dafür gesorgt das es dir an nichts mangelt?”
Hund: “Mensch, was ich zum Leben brauche gibst du mir und auch an
Zuneigung sparst du nicht, aber...”
Mensch: “Aber was ? Erkläre mir bitte was du meinst.”
Hund: “Es geht nicht nur um mich, es geht um alle Hunde zusammen!”
Mensch: “Ich verstehe dich nicht ganz!”
Hund: “Also gut, Frage: Unterteilen wir euch etwa in verschiedene
Rassen?”
Mensch: “Ich weiß nicht, tut ihr es?”
Hund: “Nein, aber ihr tut es!”
Mensch: “Ist das ein Problem für euch?”
Hund: “An und für sich nicht, aber einige von uns sind derzeit arm dran
und auch uns anderen, vor allem uns Großen geht es nicht gut!”
Mensch: “Hund, erkläre mir das bitte genauer.”
Hund: “Einige von uns von euch unterteilte Rassen zumeist, wurden
schlecht behandelt. Manche wurden einfach zueinander getan und in schlimmen
Fällen in Keller gesperrt. Wir haben Angst und niemand kommt um uns zu trösten,
unregelmäßig und selten bekommen wir Futter und Wasser. Einige fressen sogar
Ratten vor lauter Hunger. Wochen, manchmal Monatelang können wir die Sonne nicht
sehen und das Gras nicht riechen. In vielen Fällen sind wir wenigstens noch zu
zweit und wir trösten uns gegenseitig und haben uns lieb, manchmal auch so sehr
das wir auch noch Nachwuchs bekommen, aber unseren Kindern geht es auch nicht
gut. Den Müttern geht es an die Gesundheit ihre Kinder zu nähren und die Kleinen
werden schwächer, weil keine Milch mehr da ist. Wir haben Angst das unsere
Kinder nicht überleben.”
Mensch: “Hund, das ist ja furchtbar. Mir drückt das Herz!”
Hund: “Hör weiter zu! Eines Tages kommen die Folterer und bringen
Menschen mit und obwohl es uns so schlecht geht, freuen wir uns. Wir wedeln mit
den Ruten und begrüßen den Besuch, doch anscheinend ist es nicht erwünscht, denn
schon bald bekommen wir durch Tritte zu spüren das wir uns nicht freuen sollen.
Die Mutter scheint zu spüren das etwas nicht stimmt. Sie fängt an zu knurren und
zeigt den Menschen die Zähne. Mit Gegenständen schlagen sie auf sie ein und sie
bleibt regungslos in einer Ecke liegen. Dann nehmen sie die Babys hoch. Sie
packen sie im Nacken und die Kleinen schreien und strampeln heftig, doch man
lässt sie nicht los und so schnappen einige von ihnen in die Luft. Das scheint
die Menschen zu freuen und eine Menge Geld wandert von einer Menschenhand in die
Andere. Tag für Tag kommen die Menschen, bis alle Babys weg sind. Ihre Mutter
rührt sich noch immer nicht.”
Mensch: “Hund, was hat das mit mir zu tun?”
Hund: “Wir brauchen eure Hilfe, darum hör mir weiter zu ! Es vergehen
viele Tage ohne Futter und Wasser für den Vater der Babys und der Hunger wird
immer größer. die Mutter hat sich seit Tagen nicht mehr gerührt und es beginnt
sich ein Geruch auszubreiten den wohl jedes Tier kennt. Der Vater überlegt noch,
ehe er sich angewidert daran macht die Mutter aufzufressen, das ist der
Überlebungsinstinkt den wir Hunde haben. Irgendwann kommen wieder Menschen und
er fletscht seine Zähne und knurrt so laut er kann. Er hört einen der Menschen
sprechen, der sagt: ,,Jetzt ist er soweit. Jetzt hast du einen guten, scharfen
Hund und er wird Dir viel Geld einbringen." Die Menschen nehmen ihn mit nach
Draußen. Und obwohl er knurrt und die Zähne zeigt, wagt er nicht die Menschen zu
beißen, weil er nicht vergessen hat was seiner Gefährtin widerfahren ist. Er
wartet ab und geht folgsam, ohne Strick mit den Menschen auf die Straße. Er
verhält sich ruhig um nicht aufzufallen und die Menschen werden unachtsam. In
einer günstigen Minute rennt er los. Er rennt so lange und so weit ihn die
Pfoten tragen und erst als er sicher ist, das sie ihn nicht mehr verfolgen,
läuft er gemächlich durch die Straßen. Zwischendurch schläft er in verborgenen
Ecken oder unter Sträuchern. Doch nach einiger Zeit bekommt er Hunger und nähert
sich den Häusern der Menschen. Er riecht an den Müllboxen das dort etwas
Fressbares drin sein muss. Er schubst die Boxen um, was natürlich Lärm macht. Doch
der Hunger ist stärker als der Fluchttrieb und so bleibt er stehen.”
Mensch: “Hund, so komm auf den Kern der Sache, ich kann dir kaum folgen!”
Hund: “Gleich, Mensch gleich wirst du verstehen! Der Lärm macht die
Menschen aufmerksam, die, sobald sie sehen das sich ein hungriger Streuner an
den Boxen zu schaffen macht, mit Knüppeln auf ihn einschlagen und schließlich
noch mit Steine bewerfen. Der Hund flüchtet sich, aber er hat sich gemerkt das
die Menschen nicht nett sind und ist bereit sein Leben zu verteidigen. So begibt
es sich das ein anderer Mensch mit Taschen daherläuft aus denen es verführerisch
riecht. Auf leisen Pfoten folgt der Hund dem Duft und als der Mensch kurz
wegschaut getraut er sich seine Nase hineinzustecken. Jedoch bemerkt der Mensch
das und fuchtelt mit den Armen herum und schaut den Hund böse an. Der Hund
fürchtet erneute Schmerzen und beißt mal hier, mal dort hin. Der Mensch liegt am
Boden, doch in dem Augenblick erinnert sich der Hund an all die Qualen die er
erleiden musste und seine Wut wird immer größer und er handelt wie unter einem
Zwang. Er fürchtet wenn er loslässt das die Schmerzen niemals mehr aufhören und
hält fest. Dann ein lautes Geräusch! Etwas warmes läuft an seinem Körper
herunter und im schwinden die Sinne. Dann wird es um ihn herum dunkel. Er hat
keine Schmerzen mehr und er kann nichts mehr hören. Er schwebt ins angenehme
Nichts. Die Augen schließen sich und lautlos geht er dahin wo seine
Leidensgenossen bereits seit langem sind.”
Hund: “Und weil solche schlimmen Dinge geschehen sind, sollen wir anderen
alle büßen. Die Menschen begreifen nicht, das sie die Bösen sind. Und andere
Menschen lassen uns jetzt leiden. Wir bekommen so seltsame Dinger um die
Schnauze, die scheuern an den Lefzen und hindern uns daran zu hecheln, was aber
doch sehr wichtig ist, weil wir nicht anders Schwitzen können. Dann sind wir
auch noch an den Strick gefesselt und wir dürfen uns nicht mehr frei bewegen.
Wir sind darüber verärgert und brummeln auch manchmal unsere Artgenossen an. Wir
verstehen uns ja selbst nicht mehr, da diese Dinge unsere eigene Sprache
unkenntlich machen, was zu Verwechselungen untereinander führt. Wir langweilen
uns und manche lecken sich Zuhause auf ihren Decken die Pfoten oder wir beißen
uns irgendwo bis wir den Schmerz spüren. Warum nehmen sich einige Menschen das
Recht heraus uns zu foltern? Warum darf ich nicht mehr mit meinem Stock oder dem
Ball auf der Wiese toben, was mich immer so angenehm müde macht? Zuhause darf
ich nicht bellen, draußen durfte ich vorher immer, aber mit diesem Ding auf der
Schnauze kann ich es auch Dort nicht mehr tun. Der Ball war auch nichts für die
Wohnung da die anderen Menschen im Haus sich dadurch gestört fühlen. Wie und Wo
sollen wir uns jetzt austoben? Mensch, ich kann dir leider nicht garantieren das
ich fröhlich bleibe und dazu noch immer nett und freundlich bin alles und jedem
gegenüber. Mir fehlt das Spielen und Rennen und ich möchte auch meine
vierbeinigen Freunde wiedersehen und mit ihnen herumbalgen können. Ihr
unterhaltet euch doch auch und spielt auch eure Spiele. Ist unser Leben denn
weniger Wert als eures?”
Mensch: “Hund, ich weiß was du mir sagen wolltest. Ich schreibe die
Geschichte auf und sorge dafür das noch viele Menschen sie lesen. Und ich hoffe
das auch sie begreifen werden was du uns damit mitteilen wolltest. Hund, ist es
das was du möchtest?”
Mensch: “Hund? Hund! Huuunnnd! Warum sagst du nichts mehr?”
Der Hund schaut seinen Menschen offen an und schlägt mit der Rute schnell hin
und her. Er hebt die Pfote und der Mensch begreift das der Hund mit ihm spricht.
Er nimmt die Pfote wie zum Handschlag und nimmt sich fest vor die Geschichte
weiterzugeben. Ich wünsche allen Hunden dieser Welt, dass viele Menschen es lesen
und vor allem verstehen werden.